Als Frau in Dubai: Was wirklich anders ist – und was viele überrascht
Kopftuch, Alleinreisen, Sicherheit, Händeschütteln: Was für Frauen in Dubai wirklich gilt – und warum die Stadt weder so konservativ noch so europäisch ist, wie viele…


Dubai ist modern, international und in vielen Bereichen erstaunlich unkompliziert. Gleichzeitig ist die Stadt Teil eines muslimisch geprägten Landes mit gesellschaftlichen Regeln und Traditionen, die sich teilweise deutlich von Deutschland unterscheiden.
Gerade Frauen fragen sich deshalb vor ihrer ersten Reise häufig: Wie sicher ist Dubai für Frauen? Muss ich mich bedecken? Darf ich alleine unterwegs sein? Wie verhalte ich mich gegenüber Männern? Und welche Regeln sollte ich kennen?
Die kurze Antwort
Drei Fragen, die fast alle stellen
Muss ich ein Kopftuch tragen?
Nein
Weder Kopftuch noch Abaya. Das bestätigt das offizielle Informationsportal der Regierung ausdrücklich — nur in Moscheen gelten eigene Regeln.
Kann ich alleine reisen?
Ja
Hotel buchen, Taxi und Metro fahren, essen gehen, Mietwagen fahren — alles ohne Begleitung. Visit Dubai wirbt ausdrücklich um allein reisende Frauen.
Ist Dubai sicher?
Ja, aber
Die Kriminalitätsrate ist niedrig, schwere Straßenkriminalität im Alltag kaum sichtbar. Hundertprozentige Sicherheit gibt es aber auch hier nicht.
Für Urlauberinnen ist Dubai also wesentlich unkomplizierter, als viele vermuten. Kopftuch und Abaya sind im normalen Alltag nicht vorgeschrieben, Frauen können selbstverständlich alleine unterwegs sein, Auto fahren, arbeiten oder Restaurants und Hotels besuchen.
Trotzdem lohnt es sich, einige kulturelle Unterschiede zu kennen. Denn Dubai ist weder so konservativ, wie manche es sich vorstellen, noch einfach eine europäische Großstadt mit besserem Wetter. Gerade diese Mischung macht die Stadt interessant.
Zwischen Tradition und moderner Metropole
Wer zum ersten Mal nach Dubai kommt, erlebt scheinbare Gegensätze.
Frauen in Abaya laufen durch eine der modernsten Shoppingmalls der Welt. Junge Emiratis sitzen mit Laptop und Smartphone im Café. Traditionelle Familienbilder existieren neben Frauen als Unternehmerinnen, Ärztinnen, Wissenschaftlerinnen, Ministerinnen oder Führungskräften.
Das ist keine Ausnahme, sondern gehört zum modernen Selbstverständnis der Vereinigten Arabischen Emirate. Frauen stellen beispielsweise 50 Prozent der Mitglieder des Federal National Council, des 40 Mitglieder umfassenden föderalen Nationalrats. In der aktuellen Regierung der VAE sind sechs von 28 Ministern Frauen.
Auch international fällt diese Entwicklung auf. Im Global Gender Gap Report 2025 des World Economic Forum liegen die Vereinigten Arabischen Emirate bei der politischen Gleichstellung an der Spitze der Region Nahost und Nordafrika. Insgesamt belegen die VAE allerdings lediglich Platz 69 von 148 untersuchten Staaten.
Fortschritte bei der politischen Beteiligung bedeuten nicht automatisch vollständige Gleichstellung in allen Bereichen.
Genau diese Gleichzeitigkeit begegnet einem in Dubai immer wieder. Modern und traditionell sind hier keine Gegensätze.
Emirati Women's Day: ein eigener Tag für emiratische Frauen
Wie wichtig die Rolle der Frau offiziell genommen wird, zeigt ein besonderer Tag im Kalender. Jedes Jahr am 28. August feiern die Vereinigten Arabischen Emirate den Emirati Women's Day.
Eingeführt wurde der Tag 2015 von Sheikha Fatima bint Mubarak, die in den Emiraten als „Mother of the Nation" bekannt ist. Das Datum erinnert gleichzeitig an die Gründung der General Women's Union am 28. August 1975.
An diesem Tag stehen die Leistungen emiratischer Frauen in Gesellschaft, Familie, Wirtschaft und Wissenschaft besonders im Mittelpunkt. Behörden, staatliche Institutionen und Unternehmen beteiligen sich mit Veranstaltungen und Initiativen. Für Besucher ist der Tag deshalb auch ein interessanter Einblick in das Selbstverständnis der modernen VAE.
Muss ich als Frau ein Kopftuch tragen?
Nein. Touristinnen müssen in Dubai weder ein Kopftuch noch eine Abaya tragen. Das bestätigt auch das offizielle Informationsportal der Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate ausdrücklich. Von Besucherinnen wird nicht erwartet, ihren Kopf zu bedecken oder traditionelle muslimische Kleidung zu tragen.
Im touristischen Alltag ist Dubai beim Thema Kleidung ausgesprochen international. In Hotels, Restaurants, Beach Clubs oder modernen Stadtvierteln sieht man praktisch alle Kleidungsstile.
Trotzdem gilt grundsätzlich: In öffentlichen Bereichen ist angemessene Kleidung eine gute Idee. Die Regierung empfiehlt insbesondere an konservativeren Orten und beispielsweise in Einkaufszentren zurückhaltende Kleidung. Durchsichtige oder extrem freizügige Kleidung sollte vermieden werden. Diese Empfehlung richtet sich übrigens nicht ausschließlich an Frauen.
Wo gelten strengere Kleidungsregeln?
Deutlich konservativer sollte man sich kleiden:
- In Moscheen und anderen religiösen Einrichtungen
- Bei Behörden und offiziellen Stellen
- An traditionell geprägten Orten — etwa in den alten Vierteln am Creek
Überall sonst — Hotel, Restaurant, Beach Club — gilt weitgehend das, was du auch in Südeuropa tragen würdest.
Für Einkaufszentren stimmt das allerdings nicht ganz. Die großen Malls haben eine eigene Hausordnung, und die hängt gut sichtbar an den Eingängen aus:

Es ist eine Bitte, kein Kontrollpunkt — im Zweifel reicht ein leichter Cardigan über dem Trägertop oder ein Kleid, das bis übers Knie geht. Wer das dabeihat, ist in jeder Mall auf der sicheren Seite und muss sonst nichts umstellen.
Die Dubai Mall führt die Regel auch auf ihrer Website unter „Courtesy Dress code“, ohne den Wortlaut dort auszubuchstabieren.
Beim Besuch einer Moschee müssen Frauen normalerweise Haare und Körper entsprechend den religiösen Vorgaben bedecken. Häufig wird passende Kleidung vor Ort zur Verfügung gestellt — etwa bei der Scheich-Zayid-Moschee, die Besucher ausdrücklich empfängt.
Am Strand und Pool ist normale Badebekleidung dagegen üblich. Außerhalb von Strand, Pool oder Wasserpark sollte man damit allerdings nicht durch öffentliche Bereiche laufen.
Abaya bedeutet nicht: möglichst unsichtbar
Eine weitere Vorstellung verändert sich bei vielen Dubai-Besuchern ziemlich schnell. Die Abaya, das traditionelle lange Gewand vieler Frauen in den Golfstaaten, ist keineswegs einfach ein einheitlicher schwarzer Umhang.
Wer einmal aufmerksam durch eine Mall in Dubai läuft, entdeckt unterschiedlichste Stoffe, Schnitte, Stickereien und Designs. Mode und traditionelle Kleidung schließen sich in Dubai nicht aus — ganz im Gegenteil.
Beauty, Parfüm, Hautpflege, Haare, Nägel und Make-up spielen sichtbar eine große Rolle. Luxusmarken stehen neben Boutiquen für hochwertige Abayas und traditionelle Mode.
Bedeckt bedeutet in Dubai nicht automatisch unauffällig.
Und genau solche Beobachtungen zeigen sehr gut, warum europäische Vorstellungen vom Alltag arabischer Frauen häufig zu einfach sind. Wer wissen will, was hinter den einzelnen Kleidungsstücken steckt, findet das in unserem Beitrag über die traditionelle Kleidung in den Emiraten.
Begrüßung: lieber eine Sekunde abwarten
Auch bei der Begrüßung gibt es einen kleinen kulturellen Unterschied, den man kennen sollte. Nicht jeder muslimische Mann möchte einer fremden Frau die Hand geben. Umgekehrt möchten manche muslimische Frauen keinen körperlichen Kontakt mit fremden Männern.
Das sollte man nicht als Ablehnung oder Unhöflichkeit interpretieren. Es ist schlicht eine andere gesellschaftliche oder religiöse Vorstellung von Distanz und Höflichkeit.
Im normalen touristischen Alltag sollte man daraus allerdings kein großes Thema machen. Dubai ist eine internationale Millionenstadt, in der Menschen unterschiedlichster Kulturen miteinander arbeiten und leben.
Händchenhalten ja, leidenschaftliches Küssen lieber nicht
Auch für Paare gelten in Dubai andere gesellschaftliche Maßstäbe als möglicherweise zu Hause. Händchenhalten ist grundsätzlich akzeptiert. Bei intensiveren öffentlichen Liebesbekundungen sollte man dagegen zurückhaltender sein.
Das offizielle Informationsportal der VAE empfiehlt ausdrücklich, öffentliche Zuneigungsbekundungen auf ein Minimum zu beschränken. Händchenhalten wird dort als akzeptabel genannt, während öffentliches Küssen und Umarmen nicht empfohlen wird.
Für den normalen Urlaub bedeutet das keine große Einschränkung. Ein Paar muss in Dubai nicht mit zwei Metern Sicherheitsabstand nebeneinander herlaufen. Aber das ausgiebige Knutschen vor der Dubai Mall sollte man sich sparen.
Warum es getrennte Bereiche für Frauen und Männer gibt
Eine weitere Besonderheit fällt möglicherweise bei Behörden, medizinischen Einrichtungen, Moscheen oder bestimmten öffentlichen Angeboten auf: Teilweise gibt es separate Bereiche für Frauen und Männer. Das kann zum Beispiel Wartebereiche, Gebetsräume oder bestimmte Untersuchungen betreffen.
Dahinter steht häufig ein stärkeres kulturelles Verständnis von Privatsphäre zwischen den Geschlechtern.
Auch im öffentlichen Verkehr begegnet man diesem Prinzip. In der Dubai Metro gibt es eigene Bereiche für Frauen und Kinder. Frauen müssen diese allerdings nicht benutzen — sie können auch in den normalen Bereichen mitfahren.
Für Reisende ist wichtig zu verstehen: Solche getrennten Bereiche bedeuten nicht, dass Frauen und Männer im Alltag grundsätzlich voneinander getrennt leben. Im Restaurant, Hotel, Einkaufszentrum, Freizeitpark oder am Strand gehört das gemeinsame öffentliche Leben selbstverständlich zum Stadtbild.
Dürfen Männer in Dubai mehrere Frauen haben?
Hier treffen moderne Lebenswelt und traditionelle islamische Rechtsvorstellungen besonders sichtbar aufeinander.
Ja, Polygamie ist in den Vereinigten Arabischen Emiraten unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt. Nach dem seit April 2025 geltenden Personal Status Law kann ein muslimischer Mann bis zu vier Ehefrauen haben. Voraussetzung ist unter anderem eine gleichwertige Versorgung und Behandlung der Ehefrauen.
Das bedeutet allerdings keineswegs, dass jeder zweite Emirati mit drei oder vier Frauen durch Dubai läuft. Die gesetzliche Möglichkeit sollte nicht mit dem tatsächlichen Alltag sämtlicher Familien gleichgesetzt werden.
Für europäische Besucher ist es trotzdem ein gutes Beispiel dafür, dass gesellschaftliche Modernisierung in den Emiraten nicht bedeutet, dass sämtliche traditionellen oder religiösen Strukturen verschwinden.
Ist Dubai für Frauen sicher?
Das ist wahrscheinlich die wichtigste Frage dieses Artikels.
Grundsätzlich gilt Dubai als Reiseziel mit niedriger Kriminalität. Auch das offizielle Informationsportal der Vereinigten Arabischen Emirate nennt die niedrige Kriminalitätsrate als einen der Standortvorteile des Landes. Visit Dubai bewirbt die Stadt ausdrücklich auch als Reiseziel für allein reisende Frauen.
Viele Besucherinnen berichten deshalb von einem hohen subjektiven Sicherheitsgefühl — auch abends oder nachts.
Trotzdem wäre es falsch zu behaupten, dass Frauen in Dubai nichts passieren könne. Hundertprozentige Sicherheit gibt es auch in Dubai nicht.
Die normalen Vorsichtsmaßnahmen gelten weiterhin:
- Das Getränk im Blick behalten, gerade in Clubs und Bars
- Bei fremden Personen aufmerksam bleiben
- Wertsachen nicht unbeaufsichtigt liegen lassen
- In unangenehmen Situationen auf das eigene Bauchgefühl hören
Der Unterschied zu vielen anderen Großstädten liegt vor allem darin, dass schwere Straßenkriminalität und offene Belästigung im Alltag vergleichsweise wenig sichtbar sind.
Kann man als Frau alleine nach Dubai reisen?
Ja. Dubai eignet sich grundsätzlich sehr gut für einen Urlaub alleine.
Alleine und ohne Begleitung möglich sind:
- Hotel buchen und einchecken
- Taxi und Metro fahren, auch abends
- Restaurants besuchen und am Strand liegen
- Sehenswürdigkeiten besichtigen
- Mietwagen fahren
Auch Visit Dubai richtet sich inzwischen ausdrücklich an Solo-Reisende und insbesondere allein reisende Frauen.
Die Infrastruktur macht vieles einfach. Taxis sind nahezu überall verfügbar, die Metro verbindet zahlreiche wichtige Bereiche der Stadt, und Hotels sowie touristische Attraktionen sind an internationale Gäste gewöhnt.
Gerade für Frauen, die zum ersten Mal alleine außerhalb Europas reisen möchten, kann Dubai deshalb ein vergleichsweise unkomplizierter Einstieg sein. Wo man am besten wohnt, hängt vor allem von der Gegend ab — die Übersicht dazu steht unter Hotels in Dubai.
Über 200 Nationalitäten leben in den VAE
Ein Grund dafür, warum sich Dubai so international anfühlt, ist die Zusammensetzung seiner Bevölkerung. Nach Angaben der Regierung leben in den Vereinigten Arabischen Emiraten Menschen aus mehr als 200 Nationalitäten und unterschiedlichen religiösen und kulturellen Hintergründen.
Das merkt man im Alltag permanent. Im Fahrstuhl, Restaurant oder Büro können innerhalb weniger Minuten Menschen aus Indien, den Philippinen, Großbritannien, Pakistan, Deutschland, den Emiraten und zahlreichen anderen Ländern aufeinandertreffen.
Dubai verlangt dabei nicht, dass alle Menschen identisch leben. Es gibt aber einen gemeinsamen Rahmen aus Gesetzen und gesellschaftlichen Regeln.
Andere Kultur, gemeinsame Regeln. Wer die respektiert, bekommt im Urlaub kaum Schwierigkeiten.
Zum Mitnehmen
10 Regeln für die erste Reise
Kein Kopftuch nötig
Als Touristin brauchst du weder Hijab noch Abaya.
Kleidung dem Ort anpassen
Beach Club und Moschee sind zwei völlig verschiedene Situationen.
In der Öffentlichkeit nicht zu freizügig
Bedeckte Schultern und Knie — in den großen Malls steht das sogar als Hausordnung am Eingang.
Badebekleidung bleibt am Wasser
Pool und Strand ja — Mall und andere öffentliche Bereiche nein.
Beim Händeschütteln kurz abwarten
Manche vermeiden Körperkontakt mit Fremden des anderen Geschlechts. Ein Lächeln und ein Gruß gehen immer.
Zuneigung zurückhaltend zeigen
Händchenhalten ist in Ordnung, intensives Küssen in der Öffentlichkeit nicht.
Menschen nicht ungefragt fotografieren
Besonders, wenn einzelne Personen klar das Motiv sind. Die Regierung bittet ausdrücklich darum, vorher zu fragen.
In Moscheen gelten eigene Regeln
Haare und Körper bedecken; passende Kleidung wird oft vor Ort gestellt.
Frauenbereiche sind ein Angebot
In Metro, Behörden oder Kliniken gibt es eigene Bereiche. Nutzen musst du sie nicht.
Nicht jeden deutschen Maßstab übertragen
Manche Verhaltensweisen haben hier schlicht eine andere kulturelle Bedeutung.
Moderner und traditioneller, als viele erwarten
Vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis für Frauen, die zum ersten Mal nach Dubai reisen: Die Stadt passt nicht besonders gut in einfache Schubladen.
Frauen tragen Abaya und führen Unternehmen. Traditionelle Familienbilder bestehen neben Frauen in Spitzenpositionen. Es gibt getrennte Bereiche für Frauen und gleichzeitig eine der internationalsten Gesellschaften der Welt. Ein muslimischer Mann kann unter bestimmten Voraussetzungen mehrere Frauen heiraten, während gleichzeitig die Hälfte der Sitze im Federal National Council von Frauen besetzt ist.
Das alles existiert nebeneinander.
Natürlich bedeutet das nicht, dass in den Vereinigten Arabischen Emiraten vollständige Gleichstellung herrscht oder es keine gesellschaftlichen und rechtlichen Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt. Aber ebenso falsch wäre die Vorstellung, Frauen müssten sich in Dubai verschleiern, könnten nicht alleine reisen oder würden weitgehend aus dem öffentlichen Leben herausgehalten.
Die Realität ist wesentlich komplexer. Und für eine Urlauberin letztlich erstaunlich unkompliziert:
Respektiere die Kultur, passe dein Verhalten ein wenig an den jeweiligen Ort an — und genieße Dubai.
Denn die meisten Regeln, die für Frauen zunächst kompliziert klingen, spielen nach wenigen Tagen kaum noch eine Rolle.
Und spätestens wenn man bei 40 Grad Außentemperatur zum ersten Mal eine auf gefühlte 19 Grad heruntergekühlte Mall betritt, versteht man außerdem eine weitere wichtige Dubai-Regel: Die lange Hose ist manchmal gar nicht wegen der Kultur eine gute Idee.
Häufig gefragt
8 konkrete Fragen, 8 konkrete Antworten
Muss ich als Touristin ein Kopftuch oder eine Abaya tragen?
Nein. Von Besucherinnen wird nicht erwartet, den Kopf zu bedecken oder traditionelle Kleidung zu tragen — das steht so im offiziellen Informationsportal der Regierung. In Hotels, Restaurants, Beach Clubs und modernen Stadtvierteln sieht man praktisch alle Kleidungsstile.
Was ziehe ich für einen Moscheebesuch an?
Deutlich konservativer als sonst: Haare und Körper werden bedeckt. In den großen Moscheen, die Besucher empfangen, wird passende Kleidung meist vor Ort gestellt — du musst also nicht extra etwas kaufen.
Darf ich im Bikini durch die Mall laufen?
Nein. Badebekleidung gehört an Strand, Pool und in den Wasserpark. Außerhalb davon — und besonders in Einkaufszentren — sollte man sich etwas überziehen. Die Empfehlung zu zurückhaltender Kleidung in öffentlichen Bereichen richtet sich übrigens nicht nur an Frauen.
Gibt es in der Dubai Metro eigene Bereiche für Frauen?
Ja, es gibt eigene Bereiche für Frauen und Kinder. Benutzen musst du sie nicht — du kannst genauso in den normalen Wagen mitfahren. Solche getrennten Bereiche findest du auch bei Behörden, in Kliniken und in Moscheen; dahinter steht ein anderes Verständnis von Privatsphäre, keine Trennung des Alltags.
Kann ich als Frau abends alleine Taxi fahren?
Ja. Taxis sind fast überall verfügbar, und viele Besucherinnen berichten von einem hohen Sicherheitsgefühl auch am Abend. Die üblichen Vorsichtsmaßnahmen gelten trotzdem: auf das eigene Bauchgefühl hören und Wertsachen nicht unbeaufsichtigt lassen.
Was muss ich beachten, wenn ich während des Ramadan komme?
Weniger, als viele erwarten: Fasten müssen nur Muslime, Essen und Trinken in der Öffentlichkeit sind auch tagsüber erlaubt, und die Restaurants bedienen normal. Was sich verschiebt, ist der Tagesrhythmus — und der Monat hat eigene Seiten, die man sonst nie sieht.
Darf ich Menschen fotografieren?
Nicht ungefragt. Das gilt besonders, wenn einzelne Personen klar das Motiv sind. Die Regierung weist ausdrücklich darauf hin, vorher um Erlaubnis zu fragen — bei Familien und bei Frauen wird das ernster genommen als in Europa üblich.
Lohnt sich Dubai für eine erste Fernreise alleine?
Für viele ja. Die Infrastruktur nimmt einem vieles ab: Taxis fast überall, eine Metro, die die wichtigsten Bereiche verbindet, und Hotels, die an internationale Gäste gewöhnt sind. Wer zum ersten Mal alleine außerhalb Europas reist, findet hier einen vergleichsweise unkomplizierten Einstieg.
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